Wirtschaft
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Als Wirtschaft wird die Gesamtheit aller Institutionen wie Unternehmen, private und öffentliche Haushalte, der Prozesse der Herstellung und dem Verbrauch von Gütern und Dienstleistungen zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse und der notwendigen Transaktionen wie Käufe und Verkäufe, die mit diesen Prozessen verbunden sind. Ein Synonym von Wirtschaft ist Ökonomie.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Aspekte der Wirtschaft
Eine Vielzahl von Aspekten der Wirtschaft sind in darstellenwert und werden in eigenen Artikeln beschrieben:
[Bearbeiten] Wirtschaftswissenschaft
Die Wirtschaftswissenschaften beschäftigen sich mit der wissenschaftlichen Untersuchung der Wirtschaft. Traditionell werden hier Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre unterschieden.
Die Wirtschaftsgeschichte ist eine Brückendisziplin zwischen den Wirtschaftswissenschaften und der Geschichtswissenschaft. Sie untersucht die historische Wirtschaftsentwicklung in Zusammenhang mit anderen Kulturveränderungen.
Die Wirtschaftswissenschaften haben eine Reihe von Wirtschaftstheorien hervorgebracht. Wichtige Wirtschaftstheorien sind:
[Bearbeiten] Organisation der Wirtschaft
Es bestehen eine Reihe von Wirtschaftssystemen, deren wesentliche Formen Marktwirtschaft und Zentralverwaltungswirtschaft darstellen.
Die politische und rechtliche Form, die den Rahmen für die wirtschaftlichen Tätigkeiten innerhalb eines Wirtschaftsraumes vorgibt, wird als Wirtschaftsordnung bezeichnet.
Die folgenden Ausprägungen von Wirtschaftordnungen haben von oben nach unten eine zunehmende Staatsquote:
- Freie Marktwirtschaft (basierend auf dem klassischen Liberalismus (Wirtschaftsliberalismus)[1]
- Soziale Marktwirtschaft (basierend auf dem Neoliberalismus bzw. Ordoliberalismus) [2]
- Wohlfahrtsstaat (Skandinavisches Modell)
- Sozialismus
[Bearbeiten] Wirtschaft nach Geographie
Traditionellerweise wird zwischen den (nationalen) Volkswirtschaft und der Weltwirtschaft (der Gesamtheit der internationalen Wirtschaftsbeziehungen) unterschieden. Zunehmende Bedeutung erhalten transnationale Wirtschaftsräume, dessen wichtigster Vertreter der Europäische Binnenmarkt ist.
Die nationalen Wirtschaften unterscheiden sich deutlich und sind daher in jeweiligen Artikeln dargestellt.
- Wirtschaft Deutschlands
- Österreichische Wirtschaft
- Schweizer Wirtschaft
- Wirtschaft der Vereinigten Staaten
Weitere Artikel über nationale Volkswirtschaften finden sich in der *Kategorie:Wirtschaft nach Staat.
[Bearbeiten] Systematische Aufteilung der Wirtschaft
Die Wirtschaftswissenschaft teilen die Wirtschaft in Wirtschaftssektoren ein. Dies finden seine Grundlage in der Drei-Sektoren-Hypothese der Volkswirtschaftslehre.
Weiterhin wird die Wirtschaft in Wirtschaftszweige oder Branchen eingeteilt. Diessind Gruppen von Unternehmen, die ähnliche Produkte herstellen oder ähnliche Dienstleistungen erbringen. Die amtliche Statistik der Wirtschaftszweige basiert auf der Europäischen Norm Nomenclature générale des activités économiques.
[Bearbeiten] Wirtschaftspolitik
Wirtschaftspolitik ist die Gesamtheit aller politischen, vor allem staatlichen Bestrebungen, Handlungen und Maßnahmen, die darauf abzielen, den Ablauf des Wirtschaftsgeschehens in einem Gebiet oder Bereich zu ordnen, zu beeinflussen, zu gestalten oder unmittelbar festzulegen. Die Wissenschaft der Wirtschaftspolitik ist die Finanzwissenschaft
Die Wirtschaftspolitik wird meist in Ordnungspolitik, Strukturpolitik und Prozesspolitik unterteilt.
- Zur Ordnungspolitik zählt die Wettbewerbspolitik.
- Zur Strukturpolitik gehören Infrastrukturpolitik, regionale und sektorale Strukturpolitik.
- Zur Prozesspolitik gehören Arbeitsmarktpolitik, Finanzpolitik, Fiskalpolitik, Geldpolitik, Handelspolitik, Konjunkturpolitik.
[Bearbeiten] Wirtschaftsrecht
Das Wirtschaftsrecht ist die Gesamtheit aller privatrechtlichen, strafrechtlichen und öffentlich-rechtlichen Rechtsnormen und Maßnahmen, mit denen der Staat auf die Rechtsbeziehungen der am Wirtschaftsleben Beteiligten untereinander und im Verhältnis zum Staat einwirkt und ist der Oberbegriff für das Recht des Wirtschaftsverkehrs sowie die rechtliche Grundlage der Wirtschaftspolitik.
Das Wirtschaftsrecht besteht aus drei Elementen Wirtschaftsverfassungsrecht, Wirtschaftsverwaltungsrecht undWirtschaftsprivatrecht.
Teilweise wird auch das Wirtschaftsstrafrecht, also die Rechtsvorschriften gegen Wirtschaftskriminalität hinzugezählt.
[Bearbeiten] Weiteres
Die Wirtschaftspädagogik beschäftigt sich mit der Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten aus dem Gebiet der Ökonomie.
DieWirtschaftsmedien berichten über Vorgänge in der Wirtschaft.
Das Portal:Wirtschaft bietet einen Einstieg in wirtschaftsbezogene Themen in die wikipedia.
[Bearbeiten] Wirtschaftsbereiche
Siehe Hauptartikel Wirtschaftssektor und Wirtschaftszweig.
[Bearbeiten] Wirtschaftsformen
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Die Subsistenzwirtschaft ist die historisch ursprüngliche Wirtschaftsform, in der jeder Mensch oder Gruppen von Menschen wie Familie, Sippe oder Dorfgemeinschaft jeweils die Aufgaben übernehmen, die zur Befriedigung der Bedürfnisse und zur Selbstversorgung notwendig sind. Es ist eine Form des Austausches von Arbeitskraft innerhalb der sozialen Gruppe entsprechend den individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen ohne extern festgelegte Normen für Waren, Dienstleistungen und Regeln des Austausches. Ontogenetisch steht die Subsistenzwirtschaft bis heute am Beginn des menschlichen Lebens im Geben und Nehmen von Eltern und Kind und innerhalb der Familien und Lebensgemeinschaften.
Die Produktionsüberschüsse der Subsistenzwirtschaft wurden dem Tauschhandel zugeführt, z.B. auf einem Markt. Auf der Basis größerer sozialer Gemeinschaften können einzelne Menschen durch Spezialisierung und Arbeitsteilung sich auf die Produktion oder Umwandlung bestimmter Güter konzentrieren und damit ihre Produktivität steigern. Die Befriedigung der Bedürfnisse verlagert sich dabei von der Selbstversorgung auf den gegenseitigen Austausch dieser Güter durch Handel. Das Prinzip dieser Tauschwirtschaft ist die Grundlage für praktisch alle Wirtschaftsformen, die über Subsistenzwirtschaft hinausgehen.
Die meisten modernen Wirtschaftsformen lassen sich grundsätzlich weiter in die Bereiche Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft aufteilen. Die ursprüngliche Naturalwirtschaft ermöglicht den Austausch von Gütern nur zwischen Personen, die gegenseitig über Güter zur Befriedigung der Bedürfnisse des jeweils anderen verfügen. Die Geldwirtschaft führt das neutrale Tauschmittel Geld ein, das die Suche nach einem geeigneten Tauschpartner erleichtert.
Die Realität zeigt heute in den meisten großen Wirtschaftsnationen einen überwiegenden Anteil an Geldwirtschaft. Dabei ist jedoch in den meisten Fällen auch ein oftmals nicht unbedeutender Teil an Naturalwirtschaft zu beobachten, der auf dem Austausch von gegenseitigen Leistungen basiert. Insbesondere in Vereinen, sozialen Organisationen, aber auch im Bereich der Schwarzarbeit lassen sich noch heute oftmals Tauschgeschäfte ohne Verwendung von Geld feststellen.
Der Bereich der Geldwirtschaft kann zudem grob weiter unterteilt werden in Marktwirtschaft und Planwirtschaft. Dabei überlässt die Marktwirtschaft den Beteiligten das eigenverantwortliche Handeln. Am freien Markt soll ein optimaler Ausgleich zwischen Bedürfnissen und Gütern erreicht werden.
In der Planwirtschaft hingegen soll mit Hilfe einer zentralen Planung die gerechte Verteilung der produzierten Güter entsprechend den ermittelten Bedürfnissen der Menschen erfolgen. Der private Besitz von Produktionsmitteln ist hierbei nicht zulässig.
In der Realität lassen sich in den meisten Wirtschaftssystemen Elemente beider Ansätze finden. So sind auch in den westlichen Dienstleistungsnationen stets einzelne Wirtschaftsbereiche planwirtschaftlich abgedeckt worden, beispielsweise das Postwesen. Auch gelten heute in praktisch allen modernen Volkswirtschaften die Güter "Sicherheit" und zumindest in großen Teilen "öffentlicher Verkehr" als Aufgabe des Staates und werden zentral verwaltet. Um trotz des planwirtschaftlichen Ansatzes die Vorteile der Marktwirtschaft zur Optimierung des Mitteleinsatzes zu nutzen, wird vermehrt zur Form des regulierten Marktes gegriffen, in dem die Beteiligten weitgehende wirtschaftliche Freiheit genießen, aber gewissen staatlichen Kontrollen, z.B. der Erbringung von Mindestleistungen zu festgelegten Preisen, unterworfen sind.
In Westeuropa ist oftmals von sozialer Marktwirtschaft die Rede. Dieser Begriff wurde weitgehend von Ludwig Erhard, dem ersten deutschen Bundeswirtschaftsminister nach dem Zweiten Weltkrieg und späteren Bundeskanzler, in den 1950er Jahren geprägt.
[Bearbeiten] Literatur
- Friedman, Milton, Capitalism and Freedom, 1962, (deutsch: Kapitalismus und Freiheit, ISBN 3821839600)
- Galbraith, John Kenneth, The Affluent Society (1958) deutsch: Gesellschaft im Überfluß, 1962, vergr.
- Galbraith, John Kenneth, Die Ökonomie des unschuldigen Betrugs. Vom Realitätsverlust der heutigen Wirtschaft (Broschiert)2007, ISBN-10: 357055032X
- Keynes, John Maynard, The General Theory of Employment, Interest and Money (1936). (Deutsch: John Maynard Keynes: Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes. Duncker & Humblot, Berlin 2000, ISBN 3-428-07985-X.)
- Malthus, Thomas Robert, Das Bevölkerungsgesetz (1798) (übersetzt von Christian M. Barth), Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1977, ISBN 3-423-06021-2
- Marx, Karl, (1867-1894) Das Kapital . Kurzfassung aller drei Bände. Hrsg. u. kommentiert von Wal Buchenberg. 2. verb. Aufl. Berlin 2005. ISBN 3-89700-430-5
- Sloterdijk, Peter, Im Weltinnenraum des Kapitals, Frankfurt 2004, ISBN-10: 3518458140
- Smith, Adam, An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations, 1776,(dt.: Untersuchung über Wesen und Ursachen des Reichtums der Völker, UTB, 2005, ISBN 3-8252-2655-7
- Stiglitz, Joseph E., Die Chancen der Globalisierung. Berlin: Siedler, 2006. - ISBN 3-88680-841-6
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=GQ9ARC
- ↑ http://www.bpb.de/wissen/07366806922938336269163160936993,1,0,Soziale_MarktwirtschaftWirtschaftspolitik.html
[Bearbeiten] Weblinks
- whatiseconomy.com Website zu Grundsatzfragen rund um „Was ist Wirtschaft?“
- Wirtschaft als Unterrichtsfach - Ideen, Materialien und Links für den Unterricht im ZUM-Wiki
| Wikinews: Wirtschaft – Nachrichten |
| Wiktionary: Wirtschaft – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |