| Aktuelle Themen
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- Die Symbiose mit einem Schimmelpilz verleiht den Wurzeln eines nordamerikanischen Rispengrases eine Hitzebeständigkeit bis 70 Grad Celsius, während Pilz und Gras allein nur ca. 38 Grad Bodenwärme überstehen. Dritter Beteiligter ist ein Virus: Wird es aus dem Pilz entfernt, geht der Hitzeschutz verloren.
- Vorstufen für das Entstehen einer Rangordnung haben Kommunikationsforscher bei einer afrikanischen Buntbarsch-Art nachgewiesen: Deren Männchen beobachten die Revierkämpfe ihrer Nachbarn, schätzen deren Stärke ab und attackieren danach vor allem die schwächeren Nachbarn.
- Antikörper gegen das Vogelgrippe-Virus H5N1 wies auf Java im Jahr 2006 der Zeitschrift New Scientist zufolge jede fünfte Katze auf. Dies deute darauf hin, dass die Tiere infiziert waren, die Infektion aber überlebten. Der niederländische H5N1-Experte Albert Osterhaus befürchtet New Scientist zufolge, dass Katzen ein Zwischenwirt für H5N1 sein könnten, in dem sich die Viren allmählich an Säugetiere anpassen und danach besser auf den Menschen übertragbar seien.
- Auf heftige Kritik der forschenden Paläontologen stieß das neue Journal of Paleontological Sciences [2], das ein quasi-wissenschaftliches Forum für Hobbygräber und Fossilienhändler bieten will. In Nature (18. Januar 2007, S. 234) heißt es, das Journal werde letztlich den durch Raubgräber beschickten Schwarzmarkt für Versteinerungen weiter anheizen.
- Durch die Impfprogramme der WHO hat sich die Masernsterblichkeit in den letzten sechs Jahren von 873 000 Todesfällen im Jahr 1999 auf 345 000 Todesfälle 2005 um mehr als 60% verringert. [3] In Deutschland steigt sie aufgrund der Impfmüdigkeit jedoch wieder. [4]
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| Review-Artikel der Woche
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Bei Organismen, bei denen das Geschlecht durch eine unterschiedliche Ausstattung von Chromosomen festgelegt wird, werden die für die Geschlechtsbestimmung entscheidenden Chromosomen als Gonosomen bezeichnet und alle anderen als Autosomen. Während die Autosomen zum Beispiel bei den Säugetieren jeweils in zweifacher Ausstattung vorkommen, kommen in einem der Geschlechter zwei verschiedene Gonosomen vor. Bei Säugetieren sind dies je ein X- und ein Y-Chromosom bei Männchen. Weibchen haben dagegen zwei X-Chromosomen. Als Pseudoautosomale Regionen (PARs) werden Abschnitte bezeichnet, die auf den verschiedenen Gonosomen (bei Säugern also auf X und Y) in ihrer Sequenz identisch sind, so wie dies sonst nur bei Autosomen der Fall ist [1].
Durch diese Bereiche identischer Gensequenzen ist in der Meiose eine Rekombination möglich, wodurch im gemischt-chromosomalen Geschlecht (bei Säugern im Männchen) eine korrekte meiotische Segregation der Geschlechtschromosomen ermöglicht wird.
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| Fachgebiete
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- Auf die Reiche der Lebewesen zugeschnittene Fachgebiete befassen sich mit Bau, Leben, Verhalten, Fortpflanzung und Entwicklung.
- Anthropologie ist die Wissenschaft vom Menschen und von der Menschheit. Sie befasst sich mit dem einzelnen menschlichen Wesen wie auch mit der Gesamtheit aller Menschen sowie der menschlichen Kultur.
- Biochemie ist die Lehre von den chemischen Vorgängen in Lebewesen. Sie beschäftigt sich mit Mechanismen und der Steuerung des Stoffwechsels sowie dem molekularen Aufbau von Organismen.
- Bioinformatik beschäftigt sich mit biologischen Sequenzen (DNA und Proteine), deren Speicherung und Vergleich, Aufklärung der Struktur und Funktion von Proteinen am Computer, ihrer Interaktion, mit DNA und biochemischen Verbindungen, biologischer Signalweiterleitung in Zellen und dem Erstellen evolutionärer Stammbäume.
- Biophysik untersucht und beschreibt Prozesse in biologischen Systemen mit Hilfe der Gesetze der Physik (im wesentlichen der Thermodynamik und der Elektrodynamik) und deren Messmethoden, befasst sich aber auch mit der gezielten Neu- und Weiterentwicklung physikalischer Methoden zur Untersuchung biologischer Prozesse.
- Theoretische Biologie widmet sich der der allgemein mathematischen Beschreibung biologischer Zusammenhänge, sowie der inhaltlichen Integration biologischer Theorien.
- Biotechnologie setzt die Erkenntnissen aus "Biologie" und "Biochemie" in technische oder technisch nutzbare Elemente um. Ihre Anwendungsgebiete sind Landwirtschaft, Medizin, Nahrungsmittelindustrie, Abfallwirtschaft uvm.
- Entwicklungsbiologie ist die Lehre der Vorgänge, durch die einzelne Organismen wachsen und sich entwickeln (Ontogenese). Die Entwicklungsbiologie hat ihren Ursprung in der Embryologie und konzentriert sich heutzutage auf die genetische Kontrolle von Zellwachstum, Zelldifferenzierung und Zellspezialisierung in verschiedenen Zelltypen und Organen.
- Ökologie ist die Wissenschaft, die sich mit den Wechselbeziehungen befasst, die Verbreitung und das Vorkommen von Organismen bestimmen. Neben Biologie sind hier auch Geografie, Ethnologie und Psychologie beteiligt.
- Taxonomie erfasst die verwandtschaftlichen Beziehungen von Pflanzen- und Tierarten sowie Viren gegeneinander in einem hierarchischem System.
- Verhaltensbiologie erforscht das Verhalten von Tier und Mensch. Sie stellt Vergleiche zwischen Individuen und Arten an und versucht, das Entstehen bestimmter Verhaltensweisen im Verlauf der Stammesgeschichte zu erklären, also den "Nutzen" für das Individuum.
- Zellbiologie erforscht den Aufbau, die Teilung, die Bewegung von Zellen und die Kommunikation von Zellen untereinander mit Hilfe des Mikroskops und molekularbiologischer Methoden.
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