Kleopatra III.

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Kleopatra III. († Anfang September 101 v. Chr.) war eine Regentin Ägyptens aus der Dynastie der Ptolemäer und gilt als eine der machtbewusstesten und rücksichtslosesten Mitglieder dieser Familie. Sie war die Tochter des ägyptischen Königs Ptolemaios VI. und dessen Schwester Kleopatra II., die im Jahr 175 v. Chr. miteinander verheiratet wurden.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Familie

Nach dem Tod von Ptolemaios VI. (145 v. Chr.) heiratete Kleopatra II. ihren zweiten Bruder Ptolemaios VIII.. Von Euergetes II. bekam sie ihren Sohn Ptolemaios Memphites (nach seinem Geburtsort benannt). Kurz nach dessen Geburt begann Ptolemaios VIII. mit seiner Nichte und Stieftochter eine intime Beziehung, die 140 v. Chr. auch zu Heirat führte, woraufhin Ptolemaios VIII. sie als Kleopatra III. zur weiteren Mitregentin machte, ohne sich von seiner bisherigen Ehefrau Kleopatra II. scheiden zu lassen.

Das Paar bekam folgende Kinder:

[Bearbeiten] Regentschaft

Die Situation bei den nunmehr drei Herrschenden schwelte vor allem aufgrund des unvermeidlichen Konfliktes zwischen Mutter und Tochter fast zehn Jahre, bis er im Jahr 130 v. Chr. in einen Bürgerkrieg mündete, bei dem das Volk Alexandrias den königlichen Palast in Brand setzte. Ptolemaios VIII., Kleopatra III. und ihre Kinder flohen nach Zypern, kehrten aber wohl im folgenden Frühjahr bereits wieder nach Memphis zurück.

Im Jahr 124 v. Chr. söhnten sich die streitenden Parteien aus, wenigstens nach außen hin. 116 v. Chr. starb Ptolemaios VIII. und hinterließ Kleopatra III. in seinem Testament die alleinige Macht und überging dabei seine Söhne. Kleopatras III. Versuch, ihren jüngeren Sohn zum Mitregenten zu machen, konnte Kleopatra II. vereiteln, indem sie den älteren Sohn als Ptolemaios IX. mit Unterstützung des Militärs und des Volkes durchsetzte. Kurz darauf starb Kleopatra II., ihre Tochter und ihr Enkel blieben als Regenten zurück, wobei Ptolemaios IX. von seiner Mutter politisch abhängig war.

Im Jahr 107 v. Chr. gelang es Kleopatra III. dann doch, den bevorzugten jüngeren Sohn durchzusetzen. Sie inszenierte das Gerücht eines Mordkomplotts Ptolemaios IX. gegen sie, und hetzte damit das Volk so sehr auf, dass er fliehen musste. Zeitgleich hatte sie seinen Nachfolger bereits aus Zypern, wo er regierte, bis nach Pelusium an der ägyptischen Grenze bringen lassen, wo sie ihn nun abholte und anschließend als Ptolemaios X. neben sich als Marionette auf den Thron setzte.

Zwei Jahre später wuchs ihre Macht weiter an, als sie für 105/104 v. Chr. von Ptolemaios X. das Amt des Alexanderpriesters übernahm – das höchste Priesteramt im hellenistischen Ägypten wurde nun entgegen allen Traditionen erstmals von einer Frau bekleidet.

[Bearbeiten] Tod

103 v. Chr. versuchte Ptolemaios IX. eine Rückkehr an die Macht, wurde aber von seinem regierenden Bruder zurückgeschlagen. Wenig später kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Ptolemaios X. und seiner Mutter, in deren Verlauf er sie Anfang September 101 v. Chr. tötete.

[Bearbeiten] Quelllen

    [Bearbeiten] Literatur


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