Ismael

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Sohn Abrahams. Für weitere Bedeutungen siehe Ismael (Begriffsklärung) und Ismail.

Ismael (hebräisch: ישמעאל jischmaʿel, „Gott erhört dich“) oder im Islam Ismail (arabisch: إسماعيل Ismāʿīl) ist eine Gestalt des Alten Testaments in der Bibel und des Korans. Er war Abrahams Sohn von Hagar, einer Sklavin der Sara. Er wurde mit seiner Mutter aus Abrahams Haushalt verstoßen, nachdem Abrahams Frau Sara den Sohn Isaak geboren hatte. Er lebte dann in der Wüste Pharan, wo er eine Ägypterin heiratete. Zu Abrahams Begräbnis kehrte er noch einmal nach Kanaan zurück. Nach der Überlieferung starb er im Alter von 137 Jahren.

Die Gestalt Ismaels repräsentiert in der semitischen Mythologie die ursprüngliche Einheit zwischen den Israeliten und den semitischen Arabern; er selbst wird als ein Typ des Beduinen geschildert und gilt als Stammvater der Araber.

Durch Verschmelzung der Nachkommen seines Sohnes Adnan mit den südarabischen Nachkommen des Patriarchen Qahtan entstand das Volk der Araber, so die arabische Überlieferung. Ismael selbst war mit einer Nachkommin Dschorhams, eines Sohnes Qahtans verheiratet. Die nordarabischen Edomiter wiederum waren die Nachfolger Esaus mit Ismaels Tochter Mahalat, so die Bibel.

Nach dem Koran war es Ismael, der als Abrahams Sohn beinahe geopfert wurde und nicht Isaak, wie es in der Bibel dargestellt wird (siehe Opferung Isaaks). Ismail gilt im Islam als Prophet und zusammen mit Abraham als Erbauer der Kaaba; allerdings sind keine spezifischen Prophezeiungen von ihm überliefert.

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