Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V. (IBKA) ist ein internationaler Interessensverband konfessionsloser und zwangskonfessionalisierter Menschen. Er wurde 1976 in Berlin als Internationaler Bund der Konfessionslosen (IBDK) gegründet und 1982 in IBKA umbenannt. Er ging aus dem Berliner Bund der Konfessionslosen (BKB, gegründet 1972) hervor. Der IBKA hat derzeit etwa 500 Einzelmitglieder und 11 korporative Mitglieder sowie einen wissenschaftlichen Beirat, welchem unter anderem Karlheinz Deschner, Colin Goldner und Horst Herrmann angehören. [1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ziele und Positionen

Der IBKA verfolgt als seine wesentlichen Ziele die Durchsetzung der Menschenrechte – insbesondere der Weltanschauungsfreiheit – als Individualrechte, die konsequente Trennung von Staat und Kirche, die Förderung des vernunftgeleiteten Denkens sowie die Aufklärung über Wesen, Funktion, Strukturen und Herrschaftsansprüche von Religionen.

Der IBKA vertritt religionskritische, atheistische und agnostische Positionen, versteht sich jedoch nicht als Weltanschauungsgemeinschaft, sondern als politische Interessenvertretung von konfessionslosen sowie zwangskonfessionalisierten Menschen.

Unter „zwangskonfessionalisiert“ werden dabei diejenigen Menschen verstanden, die, wiewohl nicht gläubig, aus ökonomischen oder sozialen Gründen genötigt sind, gegen ihre Überzeugung Mitglied einer Religionsgemeinschaft zu sein. Der IBKA berät daher unter anderem bei Fragen zum Kirchenaustritt.

In der Regel alle zwei Jahre verleiht der IBKA den Erwin-Fischer-Preis an Personen oder Organisationen, die sich in herausragender Weise um Weltanschauungsfreiheit, Trennung von Staat und Kirche, Förderung vernunftgeleiteten Denkens und Aufklärung über Wesen, Funktion, Strukturen und Herrschaftsansprüche von Religionen verdient gemacht haben.

Der IBKA ist Mitglied der Atheist Alliance International (AAI). Er gibt die Quartalsschrift „Materialien und Informationen zur Zeit“ (MIZ) heraus, die bereits 1972 begründet wurde. Der IBKA betreibt zusätzlich mit dem Forum „Freigeisterhaus“ die momentan größte deutschsprachige Community für Atheisten und Agnostiker.

Der IBKA beteiligt sich aktuell auch an den kontroversen Debatten im säkularen Spektrum zur Schaffung eines Zentralrates der Konfessionsfreien in Deutschland und zur These einer Leitkultur Humanismus und Aufklärung.

[Bearbeiten] Angeschlossene Verbände

Dem IBKA gehören derzeit als korporative Mitglieder die Regionalgliederungen des Bund für Geistesfreiheit in Augsburg, Erlangen, Kulmbach/Bayreuth, München, Neuburg/Ingolstadt und Regensburg sowie das Atheist Centre Vijayawada (Indien), der Regionalverband Ostwürttemberg des Deutschen Freidenkerverbandes, der HVD-Würzburg, das Libertäre Forum Aschaffenburg und der Landesverband Berlin der JungdemokratInnen/Junge Linke an[1].

[Bearbeiten] Quellen

  1. a b http://ibka.org/infos/beirat

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
webtemplates | Plastikkarten und Plastikkartendrucker

© 2006 www.power-labels.com