Hypokoristikum
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Als Hypokoristikum (Hypokorsitikon) bezeichnet man in der Sprachwissenschaft die Kurz- oder Koseform eines Namens. Die Bildung dieser Koseform erfolgt grammatisch auf unterschiedliche Weise:
Verkleinerungsformen
Hier werden diverse Diminutiv-Suffixe an den eigentlichen Namen gefügt, meist nach ähnlichen grammatischen Regeln wie für Substantive. Im Deutschen sind dies vor allem die Endungen -chen und -lein mit ihren dialektalen Nebenformen, sowie die Endung -i, -ie. Beispiele hierfür sind Marie-le, Karl-chen oder Kurt-i. Im deutschen Sprachraum finden sich ferner einige Diminutiv-Formen aus anderen Sprachen z. B. französisch Ann-ette zu Anne, ungarisch Mari-ka zu Maria oder spanisch Teres-ita zu Teresa.
Das Italienische verfügt neben zahlreichen Verkleinerungsformen auch über eine eigene "Verniedlichungs"-Form (vezzeggiativo) mit der Endung -uccio.
Abkürzungen
Auch Kurzformen sind häufige Hypokoristika, wurden jedoch zuweilen selbst wieder zu gebräuchlichen Vollformen wie Alex zu Alexander, Lutz zu Ludwig oder Lilo zu Lieselotte. Beispiele aus anderen Sprachen sind italienisch Sandra zu Alessandra, russisch Sascha zu Aleksander oder englisch Jenny zu Jennifer.
Kombination aus Verkürzung und Verkleinerung
Besonders häufig ist jedoch die Kombination beider Ableitungen, wobei der zugrundliegende Name gelegentlich kaum mehr erkennbar ist. Beispiele:
- deutsch Johannes > Hannes > Hans > Hänsel > Hänselchen
- italienisch Giovanna > Gianna > Giannina > Nina > Ninetta
- griechisch Dimitrios > Dimitris > Dimitrakis > Takis
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