Grigori Jakowlewitsch Perelman

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Der russische Mathematiker Grigori „Grischa“ Jakowlewitsch Perelman (russisch Григорий Яковлевич Перельман, wiss. Transliteration Grigorij Jakovlevič Perel'man; * 13. Juni 1966 in Leningrad, heute Sankt Petersburg) ist ein Experte auf dem Gebiet der mathematischen Topologie, insbesondere auf dem Gebiet des Ricci-Flusses. 2002 veröffentlichte er seinen Beweis der Poincaré-Vermutung, eines der großen ungelösten Probleme der Mathematik. Für seine bahnbrechenden Arbeiten wurde ihm 2006 die Fields-Medaille verliehen, die er jedoch (als erster Mathematiker der Geschichte) ablehnte.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Werdegang

Perelman promovierte an der Fakultät für Mathematik und Mechanik an der Petersburger Universität mit den Spezialgebieten Mathematik und Physik. 1982 gewann er als Schüler eine Goldmedaille bei der Internationalen Mathematik-Olympiade. Nach dem Studium war er am Steklow-Institut für Mathematik in Sankt Petersburg tätig.

In den späten 80er- und 90er-Jahren verbrachte Perelman einige Semester als Post-Doktorand an verschiedenen Universitäten in den USA, z. B. an der State University of New York in Stony Brook (SUNY Stony Brook) sowie zwei Jahre an der University of California, Berkeley. Er schlug zahlreiche Angebote namhafter Universitäten und Institute aus und kehrte Mitte der 90er Jahre nach Russland zurück, wo er zurückgezogen am Steklow-Institut arbeitete. Bis zum Herbst 2002 war Perelman hauptsächlich für seine Arbeit in Vergleichender Geometrie bekannt.

Nachdem er eine Zeit lang in der Datscha eines Freundes völlig isoliert forschte, wohnt er nun wieder am Stadtrand von St. Petersburg bei seiner Mutter. Nachdem er seine Stellung beim Steklow-Institut gekündigt hat, ist Perelman derzeit arbeitslos und lebt von seinen Ersparnissen.

[Bearbeiten] Die Poincaré-Vermutung

Im November 2002 veröffentlichte er auf arXiv den ersten Artikel zu einer Reihe, die beabsichtigte, die Thurstonsche Geometrisierungsvermutung zu beweisen. Ein Beweis, der die Poincaré-Vermutung als Spezialfall enthält.

Die Arbeit Perelmans wurde lange Zeit (2003–2006) von der mathematischen Fachwelt überprüft. Inzwischen haben sich einige Experten wie Gang Tian, Bruce Kleiner und John Lott, die den Beweis intensiv überprüft haben, positiv zu dessen Korrektheit geäußert. Er enthält zwar ein paar Ungenauigkeiten und kleine Fehler, die sich aber beheben lassen und keine wesentlichen Probleme darstellen. Perelman erhielt eine der Fields-Medaillen, die beim ICM 2006 in Madrid vergeben werden, zugesprochen, lehnte die Entgegennahme jedoch ab. Die Verleihung an Perelman gilt allgemein als „offizielle“ Anerkennung des Beweises.

2000 zählte das Clay Mathematics Institute die Poincaré-Vermutung unter die sieben bedeutendsten ungelösten mathematischen Probleme und lobte für die Lösung einen Preis von einer Million US-Dollar aus. Perelman, der seine Arbeit im Internet publizierte, zeigte bisher kein Interesse daran, seinen Beweis in einer Fachzeitschrift zu veröffentlichen, was als Voraussetzung für das Preisgeld festgelegt ist.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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