Geste
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Als Geste (v. lat.: gerere = tragen, ausführen; PPP: gestum) bezeichnet man
- zeichenhafte Bewegungen bestimmter Körperteile (v.a. Hand und Kopf) zum Zwecke der nonverbalen Kommunikation. Gesten sind u.a. Winken, Augenrollen, Nicken, Achselzucken, Handbewegungen beim Abwiegeln oder Vortritt lassen, Hand auflegen, Kopfschütteln, Zwinkern, Augenbrauen hochziehen, Fingerspitzenküssen, "Vogelzeigen" etc. Anders als Gesichtsausdrücke sind Gesten nicht angeboren, sondern erlernt, und unterliegen daher kulturellen und gesellschaftlichen Unterschieden (siehe auch Victory-Zeichen). Ein typisches Beispiel ist das Kopfschütteln der Inder als Zeichen der Zustimmung. Es kann sowohl um die Achse Hals-Hinterkopf wie bei Europäern, als auch um die Achse Kehle-Nacken erfolgen.
- die symbolische Botschaft einer Handlung, die sich ausdrückt in einer bewussten oder unbewussten nonverbalen Kommunikation, z.B. mittels Türzuschlagen, Räuspern, Anlächeln, Abwenden, Küssen, uvm. Nahezu jede Handlung wird im Rahmen der Kommunikation vom Gegenüber bewusst oder unbewusst auch als Symbol verstanden oder gedeutet und stellt somit eine Geste dar.
- Bewegungen, die Texte der Poesie, Schauspiel und Oper symbolhaft verdeutlichen. Gesten wurden bis in die späte Romantik beim Vortrag verwendet. Bestimmte Bewegungen mit Körper, Armen und Fingern kommentierten den gleichzeitig gesprochenen oder gesungenen Text.
- Bewegungen mit Maus oder Stift (einem Zeigegerät eines Computers), die bestimmte Aktionen auslösen: einen Textstring erzeugen, ein Fenster schließen, etc. Besonderen Wert haben diese Gesten beim Tablet PC.
Ein Übersicht verschiedener Gesten findet sich in der englischsprachigen Definition.
[Bearbeiten] Siehe auch
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