Funktionaldeterminante

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Die Funktionaldeterminante ist die Determinante der Jacobi-Matrix. Sie spielt bei der mehrdimensionalen Integralrechnung, also der Berechnung von Oberflächen- und Volumenintegralen, eine Rolle. Dort wird der Übergang zwischen Koordinatensystemen etwa mittels des Transformationssatzes beschrieben. Damit spielt sie auch eine wichtige Rolle in der Differentialgeometrie.

[Bearbeiten] Beispiel

[Bearbeiten] Zylinderkoordinaten

Die Umrechnungsformeln von Zylinderkoordinaten (r, \varphi, h) in kartesische Koordinaten lauten:

x = r \cos\varphi
y = r \sin\varphi
z = h

Die Funktionaldeterminante lautet also:

\det\frac{\partial(x,y,z)}{\partial(r,\varphi,h)}=\begin{vmatrix}   \cos\varphi & -r\sin\varphi & 0 \\   \sin\varphi & r\cos\varphi & 0 \\   0 & 0 & 1 \end{vmatrix}=r.

Folglich ergibt sich für das Volumenelement dV:

\mathrm{d}V=\left| \frac{\partial(x,y,z)}{\partial(r,\varphi,h)} \right| \mathrm{d}r \mathrm{d}\varphi \mathrm{d}h=r \,\mathrm{d}r\, \mathrm{d}\varphi \, \mathrm{d}h.

Genausogut hätte man eine andere Reihenfolge der Polarkoordinanten wählen können. Die Funktionaldeterminante lautet dann beispielsweise:

\det\frac{\partial(x,y,z)}{\partial(r,h,\varphi)}=\begin{vmatrix}   \cos\varphi & 0 & -r\sin\varphi \\   \sin\varphi & 0 & r\cos\varphi \\   0 & 1 & 0 \end{vmatrix}=-r.

In das Transformationsgesetz geht jedoch immer nur der Betag der Determinante ein, also ist das Ergebnis dann unabhängig von der gewählten Reihenfolge der Variablen, nach denen abgeleitet wird.

[Bearbeiten] Kugelkoordinaten

Die Umrechnungsformeln von Kugelkoordinaten (r, \theta,\varphi) in kartesische Koordinaten lauten:

x = r \sin\theta\cos\varphi
y = r \sin\theta\sin\varphi
z = rcosθ

Die Funktionaldeterminante lautet also:

\det\frac{\partial(x,y,z)}{\partial(r, \theta, \varphi)}=\begin{vmatrix}   \sin\theta\cos\varphi & \sin\theta\sin\varphi & \cos\theta \\   r\cos\theta\cos\varphi & r\cos\theta\sin\varphi & -r\sin\theta \\   -r\sin\theta\sin\varphi & r\sin\theta\cos\varphi & 0 \end{vmatrix}=r^2\sin\theta.

Folglich ergibt sich für das Volumenelement dV:

\mathrm{d}V=\left| \frac{\partial(x,y,z)}{\partial(r,\theta,\varphi)} \right| \mathrm{d}r \mathrm{d}\theta \mathrm{d}\varphi=r^2 \sin\theta \,\mathrm{d}r\,  \mathrm{d}\theta \mathrm{d}\varphi.
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