Fun-Punk

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Fun-Punk ist ein Sub-Genre des Punk und entstand in den späten siebziger und frühen achtziger Jahren. Obwohl zahlreiche Bands der siebziger Jahre als Vorläufer des Fun-Punks gelten können, werden als eigentliche Begründer des Stils die britische Gruppe „Toy Dolls“ angesehen.

Sinn des Fun-Punks war es ursprünglich einen szene-internen Gegenentwurf zu den apokalyptischen Krisenszenarien und der Holocaust-Besessenheit, die in den frühen 80er Jahren teilweise die Hardcore-Szene beherrschte, zu schaffen. Fun-Punk sollte „lustige Partymusik“ sein und handelte als solche häufig von absurden Themen oder Alkohol-Exzessen, konnte sich jedoch auch durchaus zynisch-ironisch mit sozialkritischen Themen auseinandersetzen. Abgesehen davon unterschied sich der Fun-Punk nicht sonderlich von anderen Genrespielarten, tatsächlich war er genaugenommen musikalisch gesehen ein Rückgriff auf die erste britische New Wave- und Punkgeneration. Spätere Gruppen wie die „Bus Station Loonies“ führten das Erbe der (weiterhin existierenden) „Toy Dolls“ fort.

Besonders in Deutschland florierte die Fun-Punk-Szene Mitte bis Ende der achtziger Jahre und brachte Gruppen wie „Abstürzende Brieftauben“, „WIZO“, „Die Mimmi’s“, „Schließmuskel“ oder „Marionetz“ hervor. Auch die heute außerhalb der verbliebenen Punkszene kommerziell sehr erfolgreichen Gruppen „Die Ärzte“, „Die Toten Hosen“ und „Die Goldenen Zitronen“ haben ihre Wurzeln ursprünglich im Fun-Punk, auch wenn sie sich musikalisch wie textlich mittlerweile von der Szene abgewandt haben.

Als eine besondere Deutsche Unterart des Fun-Punks gilt der szeneintern gemein als „Assi-Punk“ (Oder „Prollpunk“) bezeichnete Stil von Gruppen wie „Die Kassierer“, „Rotz auf der Wiese“, „Die Lokalmatadore“ oder „Eisenpimmel“, die textlich wie musikalisch wesentlich derber zur Sache gehen als ihre Vorgänger in den 80ern.

Fälschlicherweise werden häufig amerikanische Pop-Punk-Gruppen wie „blink-182“, „The Offspring“, „Goldfinger“ oder „Sum 41“ dem Fun-Punk zugeordnet, haben jedoch mit der Fun-Punk-Szene im eigentlichen Sinne nichts zu tun, sondern entstammen einer anderen Tradition, nämlich der des melodischen US-Hardcore- und Skatepunks.

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