6. Jahrhundert v. Chr.

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Das 6. Jahrhundert v. Chr. begann am 1. Januar 600 v. Chr. und endete am 31. Dezember 501 v. Chr..

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Zeitalter/Epoche

Beinahe gleichzeitig entstehen einige der bedeutendsten Weltreligionen und Philosophien: Buddha in Indien/Nepal, Konfuzius in China und Pythagoras in Griechenland sind Zeitgenossen, vermutlich auch Laotse in China und möglicherweise sogar Zarathustra im Iran. In der babylonischen Gefangenschaft der Juden bildet sich der reine Monotheismus aus. Perserkönig Kyros der Große deklariert erstmals die Menschenrechte. Das Orakel von Delphi des Apollon profiliert sich als bedeutendste Weissagungsstätte. Höhepunkt der (von Karl Jaspers so genannten) Achsenzeit.

In weiten Teilen Europas herrschte die keltische Hallstattkultur (8.-6. Jahrhundert v. Chr.). Die Ausstattung der Fürstengräber und -sitze dieser Zeit belegen weitreichende Handelsbeziehungen.

Die Kultur der Etrusker erlebte in der Toskana ihren Höhepunkt.

Kyros II. begründet das persische Großreich, das von seinen Nachfolgern Kambyses und Darius I. ausgebaut wird.

In China herrscht die kulturgeschichtlich wichtige Zhou-Dynastie (1066 - 256 v. Chr.).

[Bearbeiten] Ereignisse/Entwicklungen

  • ca. 600 - 590 v. Chr. (595-585 v. Chr.?) - Erster Heiliger Krieg zwischen Athen und Sikyon auf der einen und Krissa auf der anderen Seite.
  • um 600 v. Chr. - Beginn der keltischen Einwanderung auf die Iberische Halbinsel. Die Einwanderer vermischen sich dort mit der iberischen Urbevölkerung und bilden die keltiberische Zivilisation.
  • 597 v. Chr., 16. März - Nebukadnezar II., König von Babylonien, erobert Jerusalem und setzt im Königreich Juda Zedekia an Stelle von Jojachin als König ein.
  • 595 v. Chr. - Psammetich II. wird König von Ägypten als Nachfolger von Necho II.
  • 594/593 v. Chr. - Umfassende Verfassungsreform in Athen durch den Archon Solon mit der die Teilnahme des Volks an politischen Entscheindungen institutionalisiert wird. Damit verbunden ist der Abbau sozialer und wirtschaftlicher Spannungen.
  • 592 v. Chr. - Die Ägypter erobern Napata im Reich Kusch (Sudan), das seine Hauptstadt daraufhin nach Meroe verlegen muss.
  • 589 v. Chr. - Apries wird König von Ägypten.
  • 587 / 586 v. Chr. - Nebukadnezar II. erobert Jerusalem nach einem Aufstand erneut und verschleppt das jüdische Volk in die babylonische Gefangenschaft. Der Tempel der Stadt wird zerstört.
  • 586 v. Chr. - Einführung der Pythischen Spiele.
  • 585 v. Chr., 28. Mai - Eine totale Sonnenfinsternis , die der griechische Gelehrte Thales vorausgesagt haben soll, führt der Überlieferung zufolge zum Abbruch der Schlacht am Halys zwischen Lydien unter Alyattes und Medien unter Kyaxares II., die daraufhin Frieden schließen und den Halys als Grenzfluss anerkennen.
  • 584 v. Chr. - Astyages wird (letzter) König der Meder.
  • 573 v. Chr. - Erste Erwähnung der Nemeischen Spiele.
  • 571 v. Chr. - Fehlgeschlagener Feldzug der Ägypter unter Apries gegen Kyrene.
  • 569 v. Chr. - Nach einer Armeerevolte vertreibt der Feldherr Amasis Apries und wird an dessen Stelle König von Ägypten.
  • 562 v. Chr. - Nach dem Tod Nebukadnezars II. wird Amel-Marduk König von Babylonien.
  • 560 - 510 v. Chr. Tyrannis der Peisistraiden:
  • 560 v. Chr. - Der griechische Politiker Peisistratos stürmt mit einer Schar bewaffneter Anhänger die Akropolis und lässt sich zum Tyrannen ausrufen. Er wird wenig später von Lykurg und Megakles gestürzt.
  • um 560 v. Chr. - Griechische Siedler gründen die Kolonie Alalia auf Korsika.
  • 559 v. Chr. - Erneuter Umsturzversuch des Peisistratos (nun im Bund mit Megakles), der aber wieder scheitert.
  • 559 v. Chr. - Kyros II. wird König von Persien.
  • 555 v. Chr. - Nabonid wird König von Babylonien.
  • 553 v. Chr. - Der Perserkönig Kyros II. erobert die medische Stadt Parsagadae.
  • 550 v. Chr. - Sieg der Perser über die Meder, deren Reich dem Perserreich einverleibt wird. Persien wird dadurch Nachbar der Lydier.
  • 550 v. Chr. - Abdera wird von den Thrakern zerstört.
  • 546 v. Chr. - Untergang des lydischen Großreichs unter Krösus; siehe: Schlacht bei Pteria. Auch die kleinasiatischen Griechenstädte (außer Milet) werden persisch.
  • 546 v. Chr. - Dritter Umsturzversuch des Peisistratos in Athen (unterstützt von Lygdamos von Naxos); diesmal bleibt er erfolgreich und errichtet eine Tyrannis.
  • 543 v. Chr. - Beginn der buddhistischen Zeitrechnung (orientiert sich am Eingang Buddhas in das Nirvana; das Jahr ist eine Festlegung singhalesischer Mönche und unabhängig von den historischen Ereignissen: Todesjahr Buddhas ist wohl 483 v. Chr.)
  • ca. 540 v. Chr. - Gründung der griechischen Kolonie Elea in Süditalien.
  • ca. 540 v. Chr. - Etrusker und Karthager besiegen Griechen in einer Seeschlacht bei Alalia (Korsika); die griechischen Siedler müssen ihre Kolonie aufgeben.
  • 539 v. Chr. - Der persische König Kyros II. erobert das Reich Babylonien. Ende der Babylonischen Gefangenschaft.
  • 538 v. Chr. - Polykrates wird Tyrann auf Samos. An seinem Hof wirken die Dichter Anakreon und Eupalinos; der Mathematiker Pythagoras verlässt dagegen Samos und zieht um 532 v. Chr. ins unteritalienische Kroton, wo er den Bund der Pythagoreer um sich schart.
  • 530 v. Chr. - Der persische König Kyros II. fällt im Kampf gegen die Massageten, Nachfolger wird Kambyses II..
  • 528 v. Chr. - Nach dem Tod des Peisistratos führen seine Söhne Hippias und Hipparchos die Tyrannis fort.
  • 526 v. Chr. - Psammetich III. wird Nachfolger des Amasis als König von Ägypten.
  • 525 v. Chr., Mai - Die Perser unter Kambyses II. besiegen die Ägypter bei Pelusion und erobern das Land.
  • 525 v. Chr. - die Etrusker erweitern ihren Machtbereich bis nach Kampanien.
  • 522 v. Chr., März - Der Magier Gaumata gibt sich als Bardiya, den (ermordeten) Bruder des persischen Königs Kambyses aus und erhebt sich gegen diesen. Kambyses hält sich zu der Zeit in Ägypten auf; er kommt im Juli in Syrien bei einem Unfall ums Leben. Gegen den falschen Bardiya wiederum erhebt sich Dareios I., ein Neffe des Kambyses, der Gaumata am 29. September bei Pasargadae schlagen kann. Er muss sich aber noch gegen weitere Thronprätendenten durchsetzen, sodass er erst am 28. Dezember 521 v. Chr. allgemein als Herrscher anerkannt wird.
  • 521 v. Chr. Dareios I. schlägt eine Rebellion der Babylonier gegen die persische Herrschaft nieder, die angesichts der persischen Thronfolgekämpfe ausgebrochen waren.
  • 520 v. Chr. - Der Prophet Haggai ruft in Jerusalem zur Wiederaufnahme der Arbeit am Tempel auf.
  • 520 v. Chr. - Kleomenes I. wird König in Sparta.
  • 518/516 v. Chr. - Die Perser unter Dareios I. erobern das Industal.
  • 515 v. Chr., 12. März - Einweihung des zweiten Tempels in Jerusalem
  • 514 v. Chr - Ermordung des athenischen Tyrannen Hipparch durch die Tyrannenmörder Harmodios und Aristogeiton.
  • 513 v. Chr. - Skythenfeldzug des Perserkönigs Dareios I.; ein Vorstoß über die Donau scheitert, doch werden Thrakien und Makedonien persisch.
  • 510 v. Chr. - Athen: Sturz des Tyrannen Hippias durch eine von Kleomenes von Sparta unterstützte Volksrevolte; Hippias flieht nach Persien. Der Reformer Kleisthenes unterliegt zunächst im darauffolgenden Machtkampf dem Oligarchen Isagoras.
  • 510 v. Chr. - Zerstörung der Stadt Sybaris in Süditalien im Krieg gegen die Nachbarstadt Kroton.
  • 509 (510?) v. Chr. - Sturz des letzten (etruskischen) Königs von Rom, Lucius Tarquinius Superbus. Die Stadt wird zur Republik.
  • 508/507 v. Chr. - Kleisthenes gelingt es, Isagoras zu vertreiben. Er leitet eine umfassende Verfassungsreform ein, die demokratische Neuerungen vorsieht.
  • 507 v. Chr. - Auf dem Kapitol in Rom wird der Jupitertempel geweiht.
  • um 503 v. Chr. - Der Versuch des Lars Porsenna, das Königtum in Rom wiederherzustellen, wird durch den Sieg der Lateiner und Griechen (unter Aristodemos von Kyme) bei Aricia vereitelt, bei dem der Sohn des Lars Porsenna umkommt; er selbst zieht sich aus Rom, das er besetzt hatte, zurück.
  • 502 v. Chr. - Rebellion der Insel Naxos gegen die persische Herrschaft.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Erfindungen und Entdeckungen

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